Naturheilpraxis Erika Lange-Kretschmann
           
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Was ist Tempelschlaf?

Der Tempel- oder Heilschlaf war eine in antiken Mysterienkulten praktizierte Heilmethode, wobei heilkundige Priester an geweihten Orten, wie Tempel, Höhlen oder Grotten, Heilung suchende Menschen in hypnotische Trance versetzten. Im alten Ägypten, in den Isis-Weihen und im Ritus von Eleusis wurde der Myste von seinem Mystagogen während der neun Weihe-Tage im Tempel begleitet. Die Germanen begaben sich in eine Höhle und legten sich vom Tag der Wintersonnenwende an für 12 Nächte, den so genannten Rauhnächten, auf den Schlafstein, um sich dort in die Welt der inneren Bilder zu begeben.

  Tempel von Debod, Madrid
     

Eine von der Hermetikerin Gabriele Quinque für die Neuzeit konzipierte Form des Tempelschlafes gibt es seit 1988. In Anlehnung an eine altägyptische Mysterientradition kann man sich im Tempelschlaf wieder den eigenen, zeitlosen Bildern und Mythen anvertrauen. Wie es in den Tempeln vergangener Zeiten üblich war wird mit Hilfe von meditativer Entspannung, geführter Trance und bewusstem Bildererleben der Erkennungsprozess der Seele begleitet.

Die Absicht des Tempelschlafes ist nicht die vordergründige Heilung von Symptomen, sondern eine Erweiterung des Bewusstseins, so dass der individuelle Erkenntnisweg sich vertiefen und eine Schattenintegration erreicht werden kann. In diesem Bewusstwerdungsprozess wird sichtbar, wo ein Mensch von seinem inneren Lebensmuster abgewichen ist. Durch das Erleben der eigenen Mythen im Tempelschlaf lösen sich festgefahrene Strukturen und der ureigene Lebensweg kann wieder aufgenommen werden.

 

Hole Atem von den Strahlen, dreimal heftig einziehend, so stark du kannst, und du wirst dich sehen aufgehoben und hinüberschreiten zur Höhe, so dass du glaubst, mitten in der Luftregion zu sein. Sehen wirst du nichts von dem Sterblichen in jenen Stunden, sondern Unsterbliches wirst du erschauen.

Auf Papyri überlieferte Tranceinduktion altägyptischer Hierophanten

     

Der Weg in eine größere Selbsterkenntnis findet unter Anleitung eines Mystagogen statt, der den Klienten in eine sanfte Trance führt, die jenem Zustand ähnelt, wie er sich vor dem Einschlafen für einen kurzen Moment einstellt. Diese Wahrnehmungsform gibt dem Oberbewusstsein den Weg in tiefere Schichten des Unterbewusstseins frei. Man befindet sich dann für ca. zwei Stunden im „Mysterienschlaf“, „Tempelschlaf“ oder „Seelenflug“, wie diese Arbeit unter anderem in vergangenen Zeiten genannt wurde. Auf diesem Seelenflug werden die dunklen Bereiche der Seele durchlichtet und somit unbewusste Inhalte ins Bewusstsein geholt. Damit wird es dem Klienten möglich eine andere und umfassendere Sicht seines Lebens zu bekommen und somit auch blockierte Strukturen wieder zu lösen. Ein freies Fließen der Lebensenergie im Innern bedeutet auch immer ein freies Fließen der Lebensumstände im Außen. Die Aufgabe des Mystagogen besteht darin, den Klienten wertfrei in das Land seiner Imagination zu begleiten, sein Muster mit Hilfe umfangreicher Symbolkenntnis zu verstehen und ihn in tiefe, vergessene Kammern seiner Seele zu führen.

Der Mystagoge ist ein sorgfältig ausgebildeter Hermetiker, der aufgrund von intensiven und tief greifenden Symbolstudien die archetypischen Anlagen der Seele kennt und von daher befähigt ist, seinem anvertrauten Klienten eine von mystischer Weisheit getragene Begleitung zu geben.

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Isis

 

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